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Wickel, Auflagen, heiße Dämpfe und der Heusack |
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Über die Wirkung der Wickel schreibt Pfr. Kneipp: „wie jeder Wickel seinen eigenen Namen trägt, so hat er auch seine eigene Wirkung. Darin stimmen alle überein, dass sie auflösen, die kranken Stoffe selber aufnehmen, ausleiten und die Natur verbessern. |
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| Wickel sind wegen ihrer ausleitenden und stoffwechselaktivierenden Wirkung die Therapie bei chronischen Erkrankungen. Bei der Wickelbehandlung wird der gesamte Körper (Ganzpackung) oder nur einzelne Körperteile wie Rumpf oder Extremitäten (Teilwickel) mit drei verschiedenen Tüchern eingehüllt. Unmittelbar auf die Haut kommt das feuchte Innentuch aus grobem Leinen, welches vorher in Essigwasser getaucht wurde, darüber das trockene Zwischentuch aus Baumwolle und schließlich das trockene Außentuch aus Wolle oder Flanell. Je nach behandelter Körperregion kennen wir Halswickel, Brustwickel, Leibwickel, Kurzwickel, Arm- und Beinwickel sowie Fuß- und Wadenwickel, die entweder kalt oder als heiße Wickel verordnet werden. Auch zu den Wickeln werden Essenzen wie Essigwasser oder Lehm, Heublumen, Kamille oder Eichenrinde verwendet. |
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Der Heusack Der Heusack ist eine der bekanntesten und intensivsten Behandlungen in der Kneipptherapie. Es sind dies Heublumenblüten, die in einem Leinensack, über heißem Wasserdampf erhitzt und so in heißem Zustand auf schmerzende Körperteile aufgelegt werden. Die Indikationen für einen Heusack sind vielfältig: 1. nicht entzündliche Verspannungszustände der Muskulatur sowie kolikartige Schmerzen der inneren Organe 2. degenerative Veränderungen der Wirbelsäule und Gelenke 3. akute und chronische Bronchitis 4. chronische Nieren- und Blasenentzündungen 5. akute Lumboischialgien.
Der Heusack wird etwa eine Stunde aufgelegt, danach erfolgt wie bei jeder Kneippanwendung eine kurze kalte Abgießung, anschließend Bettruhe für eine Stunde.
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 Der Heusack
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Der Wadenwickel Indikationen für einen Wadenwickel sind Schlafstörungen, Varikosis, arterielle Durchblutungsstörungen der Beine und Arthrosen der Kniegelenke. Technik: wir beginnen mit einem nassen Leinentuch, welches in Essigwasser oder Lehm eingetaucht wird. Dieses Tuch wird straff um den Fuß oder Unterschenkel gewickelt, darüber wird das Zwischentuch aus Bauchwolle gelegt und schließlich erfolgt die endgültige Einwickelung mit einem Wolltuch. Man lässt den Wickel ca. eine Stunde wirken.
Der Kurzwickel Bei funktionellen Störungen im Bereich der Bauch- oder Brustorgane, bei chronischen Gallenblasen- oder Leberleiden sowie bei Stoffwechselstörungen verwenden wir den Kneippschen Kurzwickel. Er wird im kalten Zustand angelegt, wobei sich der Wickel bereits nach drei Minuten erwärmt.
Der Ganzwickel Es wird der gesamte Körper eingepackt; dieser Wickel hat eine entgiftende, stoffwechselanregende, vor allem schweißtreibende Wirkung.
Die Leibauflage Die Leibauflage ist eine milde Kneippanwendung. Man benötigt hierbei ein längliches Leinentuch, welches viermal gefaltet und in warmem Heublumenextrakt eingetaucht wird. Nach Auflegen auf den Leib erfolgt eine Wickelung mit einem Baumwolltuch und Wolltuch. Im heißen Zustand dient die Leibauflage vorwiegend zur Behandlung von Magen- und Darmkrämpfen. Wollen wir die Verdauung anregen, so wird die Leibauflage als Kaltanwendung angeordnet.
Der Schal Der Schal ist eine hervorragende Behandlungsart bei Erkältungen, Bronchitis und bei Rippenfellentzündungen. Er bewirkt eine vermehrte Durchblutung, führt zu vermehrter Schweißneigung und Stoffwechselaktivierung sowie zu einer Umstimmung des vegetativen Nervensystems im Sinne einer Vagotonie. |
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