Das Wechselarmbad Das Wechselarmbad hat eine anregende Wirkung, vor allem auf die Durchblutung des Herzens und des Gehirns. Es wirkt kreislauffördernd, durchblutungsanregend, reguliert den Hochdruck und wird zusätzlich noch verwendet bei Polyarthrose der Finger, bei vegetativen Herzbeschwerden und bei Erkrankungen der Lunge. Technik: wir benötigen zwei Gefäße, das eine gefüllt mit kaltem Wasser bis etwa 18 Grad, das zweite mit warmem Wasser bis etwa 40 Grad. Zusätzlich werden noch Pflanzenextrakte hinzu gegeben. Die Arme werden im Wechsel zweimal im warmen Wasser aufgewärmt, dann erfolgt eine kurze Abkühlung im kalten Wasser (zehn Sekunden), um schließlich wieder in das warme Wasser zurückzukehren. Den Abschluss bildet ein kurzer, kalter Wasserreiz.
Eine Variation ist das ansteigend heiße Armbad, welches wir bei koronarer Herzerkrankung verordnen. Untersuchungen haben ergeben, dass durch ansteigende Armbäder, beginnend von 36 Grad bis auf 40 bis 41 Grad ansteigend, ein sogenannter Nitroeffekt auftritt. Es kommt reflektorisch zu einer Gefäßerweiterung und Verbesserung der Herzdurchblutung.
Das Wechselsitzbad Indikationen für das Wechselsitzbad sind Erkrankungen des kleinen Beckens, Stuhlverstopfung, Hämorrhoiden und Blasenentzündungen. Die Anwendung ist einfach durchzuführen: man benötigt zwei Sitzbadewannen, die eine gefüllt mit kaltem Wasser bis 18 Grad, die andere mit heißem Wasser von 38 bis 39 Grad. Die Badedauer beträgt etwa zehn bis 20 Minuten. Man beginnt mit dem warmen Sitzbad, etwa fünf Minuten lang und wechselt dann kurz auf das kalte Bad. Dies wird im Wechsel zweimal durchgeführt, anschließend muss Bettruhe eingehalten werden.
Halb-, Dreiviertel- und Vollbäder Wannenbäder werden als Halb-, Dreiviertel- oder Vollbäder durchgeführt. Sie sind das beruhigende Element in der Kneipptherapie. Die Indikationsbreite erstreckt sich von Verspannungszuständen, vegetativen Beschwerden, Verschleißerscheinungen des Bewegungsapparates bis hin zu Schlafstörungen. Die Dauer eines Bades beträgt 15 Minuten. Nach jedem Bad erfolgt eine kurze kalte Abgießung, dann muss für eine Stunde Bettruhe eingehalten werden. Jedem Bad werden, je nach Indikation, Pflanzenextrakte beigegeben.
Eine hervorragende, belebende Wirkung hat das kurze kalte Halbbad, welches nur zehn Sekunden lang genommen wird. Es reguliert den Kreislauf, wirkt auf den Körper abhärtend und ist eine der besten Möglichkeiten, das vegetative Nervensystem wieder zu stabilisieren.
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