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Chinesische Syndrom-Diagnose

Der Weg zu einer Diagnose in der chinesischen Medizin ist grundverschieden zum Vorgehen in der heutigen westlichen Medizin. Der Arzt benutzt seine Sinne, um anhand körperlicher und seelischer Symptome, der äußeren Erscheinung des Patienten und der äußeren Untersuchung zu einem Störungsmuster der Lebensenergie Qi in den einzelnen Organen und Meridianen zu gelangen. In der chinesischen Syndrom-Diagnostik werden Beschwerden nach acht diagnostischen Leitkriterien analysiert. Die Beschwerden werden als Störungen der Lebensenergie Qi in den Meridianen oder Organen interpretiert. Hierbei wird nach den sogenannten „acht diagnostischen Leitkriterien“ analysiert. Der Arzt beurteilt die individuellen Symptome, Zeichen und Beschwerden in Kategorien einer Disharmonie in den Organen bzw. Meridianen und kommt so zur Feststellung von „Störungsmustern“, die im Westen „Syndrome“ im traditionellen Sinne genannt werden. Hierbei werden alle relevanten Informationen, einschließlich der Symptome, der seelischen und generellen Charakteristika des Menschen, gesammelt und zusammengewoben, bis das, was ein „Disharmoniemuster“ genannt wird, erkennbar wird. Dieses Disharmoniemuster beschreibt eine Situation des Ungleichgewichts im Körper des Menschen. Der Name des Disharmoniemusters beinhaltet sowohl die Krankheitsursache als auch den Krankheitsmechanismus. Syndrome im chinesischen Sinne meint nicht nur die Summe der Symptome, sondern auch die Ursache und Interpretation nach den Vorstellungen der chinesischen Medizin.




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